HIIT – das beste Training der Welt?

Wer kennt das nicht, der Bauch will einfach nicht verschwinden, egal wie hart und wie schwer trainiert wird, die hartnäckigen Fettpolster am Bauch bleiben.

Was soll man tun? Cardiotraining ist zwar effektiv, nimmt jedoch zu viel Zeit in Anspruch.

Was ist, wenn ich dir sage, es gibt eine effektivere und wissenschaftlich nachgewiesene Waffe gegen Fettpolster. HIIT Training! Es soll Bauchfett reduzieren und kann gleichzeitig zu Muskelwachstum führen. Wie sieht es aus wissenschaftlicher Sicht mit der Fettverbrennung aus?

Studien:

Forscher der School of Medical Sciences der University of New South Wales in Sydney haben im Jahr 2012 in einem 12-Wochen-Versuch gezeigt, dass HIIT das Bauchfett der Studienteilnehmer im genannten Zeitraum um 17 Prozent reduzierte.

Die Teilnehmer waren allesamt übergewichtig. Sie führten drei Mal wöchentlich für à 20 Minuten HIIT durch. Die Probanden nahmen nicht nur ab und erhielten dadurch eine schlankere Taille, auch ihre Ausdauer verbesserte sich um 15 Prozent.

Eine Studie an älteren Typ-2-Diabetikern zeigte nach acht-wöchigem HIIT Training zwar keine Veränderungen bei der Gesamtkörpermasse, jedoch eine Abnahme des Bauchfettes (viszerales Fett) um bis zu 44 Prozent.

Studien zeigten ausserdem, dass schon dreimal wöchentlich je 27 Minuten mit HIIT zu denselben physiologischen Verbesserungen führen können, wie fünfmal wöchentlich je 60 Minuten Cardiotraining.

Cardiotraining beudeutet Ausdauertraining mit mässiger Intensität über einen Zeitraum von 30 bis 60 Minuten. Cardiotraining ist jedoch für viele Menschen nicht nur langweilig, sondern oft auch zu zeitintensiv. HIIT ist weder das eine noch das andere. Und wenn es zudem noch besser wirkt, spricht nicht mehr viel für alleiniges Ausdauertraining. Zu den langfristigen Auswirkungen des HIIT gehört natürlich zunächst eine verbesserte Ausdauer und Fitness – während das gewöhnliche Cardiotraining nur die Ausdauer trainiert. Die generelle Fettverbrennung soll mit HIIT besser klappen als mit einem weniger intensiven, aber zeitaufwändigeren Ausdauertraining, was mit dem Einfluss des Trainings auf die schon weiter oben erwähnten Hormone zu tun hat.

HIIT sorgt nämlich nicht nur für einen Anstieg der Wachstumshormone, die Muskeln wachsen lassen, sondern auch für steigende Pegel der sog. Catecholamine (z. B. Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin). Im Jahr 2007 fanden Trapp und Chisholm heraus, dass die Adrenalin- und Noradrenalinpegel nach einem 20 minütigen HIIT Training deutlich gestiegen waren – und zwar sowohl bei trainierten als auch bei untrainierten Probanden. Bei gleichmässigem Ausdauertraining mit gemässigter Intensität wird hingegen nur ein gering-fügiger Anstieg dieser Hormone beobachtet.

Gerade der erhöhte Adrenalinspiegel kurbelt die Fettverbrennung an und ist beim HIIT dafür verantwortlich, dass reichlich Fett abgebaut werden kann – und zwar besonders das lästige Bauchfett. Dies soll daran liegen, dass das Bauchfettgewebe im Vergleich zum Unterhautfett-gewebe so besonders viele Rezeptoren für Adrenalin aufweist.

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